Hamburg früher – Burg Henneberg

Steht man in Poppenbüttel an der Schleuse der Alster und schaut über den Park, meint man seinen Augen nicht trauen zu können: Hoch über dem Schleusenteich thront eine Burg – die vielleicht kleinste der Welt. Aus dem Mittelalter stammt sie allerdings nicht. Sie wurde 1884 von Albert Henneberg auf einem künstlichen Hügel aus Schutt errichtet, im Maßstab 1:4 nach dem Vorbild des Thüringischen Familiensitzes. Einst gehörte den Ahnen der Hennebergs ein Großteil Poppenbüttels. 1855 ließ sich in dem Dorf am Oberlauf der Alster, das zu dieser Zeit noch zu Preußen gehörte, die Familie nieder. Sie spielte in der Folge bei der Entwicklung des Fleckens eine entscheidende Rolle – auch weil sie einen Gutshof betrieben, wo vor allem Milch für Hamburg produziert wurde. …

Unter die Haut: Hafenkultur

Kunst kommt von Können. Das Gewerbe des Tätowieres hat sich gewandelt. Der ¿erste¿, ¿älteste¿ Tätowierer Deutschlands, der hier in Hamburg ansässige Herbert Hoffmann, hat viel zum positiven Ansehen des Gewebes beigetragen.

Weg von blauen Bildern, hin zu Kunst. Wenn auch er von Anker, Herz, Glaube-Liebe-Hoffnung lebte. Mit den damaligen Mitteln der Technik ging er an die Grenzen. Er dokumentierte, bewahrte und trug auf vielen Conventions dazu bei das Ansehen zu verbessern. Der Tattoos als Gesamtkunstwerk begriff und auch den Menschen an sich betrachtete.

Wer sich tätowieren lässt, weiß, dass er sich ein für allemal für sein ganzes Leben festlegt. …

Anfänge – Albert Ballin als Erfinder der modernen Kreuzfahrt

Der Weg ist das Ziel. Unter diesem Motto lässt sich die Philosophie der Kreuzfahrt zusammenfassen. Es geht um das Erlebnis Schiff, darum, den Wind und die Wellen zu spüren, an Bord jede Annehmlichkeit zu genießen und dennoch weit entfernte Sehnsuchtsziele zu erreichen. Das war auch in den Anfängen der Kreuzfahrt nicht anders. Albert Ballin, Generaldirektor der Hamburger HAPAG (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Aktiengesellschaft), erfand diese Reiseform eher aus einer Notlage heraus. In den kalten Jahreszeiten wurden aufgrund schlechter Wetterbedingungen die Transatlantik-Passagen deutlich weniger gebucht. Statt die Schiffe in der kalten Jahreszeit ungenutzt im Hafen liegen zu lassen, kam Ballin 1891 die Idee, im großen Stil Vergnügungsreisen anzubieten. …

Die Kronprinzessin – vom Panoptikum

„Man muss jede Figur länger betrachten und auf sich wirken lassen“, erklärt Dr. Hajo Faerber, Geschäftsführer und Seiteneinsteiger des Hamburger PANOPTIKUMS, wenn er sein Wachsfigurenkabinett vorstellt und ins Schwärmen gerät. Grund genug hat der ehemalige Internist aus Hamburg, denn das Haus hat eine traditionsreiche Familiengeschichte. Seit über 135 Jahren, genau seit 1879, existiert Deutschlands älteste Wachsfigurenausstellung auf dem Spielbudenplatz parallel zur Reeperbahn, dass von dem preußischen Holzbildhauer Friedrich Hermann Faerber gegründet wurde. Auf einer Ausstellungsfläche von über 700 Quadratmetern werden aktuell über 120 Persönlichkeiten und Prominente aus Kunst, Politik, Geschichte und Showbiz präsentiert. …

Ernst Deutsch Theater – Allerhand los

Werkstatt der Kreativität VI – Die Abschlussklassen der Ballettschule des HAMBURG BALLETT – John Neumeier stellen eigene Choreografien vor. +++ Das Boot – mit Patrick Abozen, Bruno Bachem, Anton Faber, Jacques Freyber, Matthias Graw, Andriy Kutsiy, Lennart Matthiesen, Mario Ramos, Erik Schäffler, Leenert Schrader, Daniel Schütter, Oliver Warsitz +++ Best of Poetry Slam – Kampf der Kü̈nste am Ernst Deutsch Theater …

Der Diary-Slam – Ergötzliches aus der Pubertät

Für heutzutage Heranwachsende unvorstellbar, gab es einmal eine Zeit ohne Facebook, What’s app oder Skype. Wer andere sehen und sich austauschen wollte, musste entweder zum Telefon greifen oder sich tatsächlich aus dem Haus bewegen. Steinzeit sozusagen. Sehr in Mode war damals auch das Schreiben von Tagebüchern. Eher eine Domäne von Mädchen, scheuten sich aber auch Jungen nicht ihr Innerstes dem Büchlein anzuvertrauen – und viele davon finden sich trotz diverser Umzüge noch zu Hause. …

Hamburg früher – Hammonia

Heil über dir, Heil über dir,

Hammonia, Hammonia!

Schon mal gehört? Das ist der Refrain der Hamburg-Hymne des Komponisten Albert Methfessel von 1828, die bei offiziellen Anlässen in der Stadt verwendet wird. Hammonia ist sowohl die neulateinische Bezeichnung für die Stadt Hamburg, dient aber als bildliche Darstellung einer Frauenfigur seit Anfang des 18. Jahrhunderts der Stadt auch als identitätsstiftende Schutzgöttin. Zahlreiche Vereine, Unternehmen und Produkte führen den Namen und bekunden damit ihre Verbundenheit mit der Hansestadt. Auch im Stadtbild ist die Dame mehrmals anzutreffen: Über dem Rathauseingang ist ein Mosaik angebracht und im Phönixsaal, der dem Hamburger Brand gewidmet ist, findet sich ebenfalls ein Bild der Dame über den Trümmern der Stadt. …

MS Stubnitz bleibt im Hamburger Hafen – Lösung für das Kulturschiff gefunden

Dank des konstruktiven Zusammenwirkens aller beteiligten Stellen – der HafenCity Hamburg GmbH, der Kulturbehörde, der Behörde für Wirtschaft Verkehr und Innovation, der Hamburg Port Authority, der MS Stubnitz und der Hamburger Clubstiftung – ist jetzt eine Lösung für den Verbleib der MS Stubnitz am Liegeplatz Kirchenpauerkai gefunden worden. Dies bedeutet auch, dass die MS Stubnitz ab sofort ihren Veranstaltungsbetrieb wieder aufnehmen kann.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Ich bin sehr froh, dass die MS Stubnitz der Stadt Hamburg erhalten bleibt. Das Veranstaltungsprogramm auf der MS Stubnitz kann jetzt wieder am Kirchenpauerkai aufgenommen werden und wird Hamburg weiterhin kulturell bereichern.“ …

Bunker – Denkmalverein verteidigt Hamburgs berühmtesten Bunker

Der Verein Freunde der Denkmalpflege e. V. reagiert mit Sorge auf die Pläne für eine Aufstockung des Bunkers auf dem Heiligengeistfeld und lehnt diese entschieden ab.

Der denkmalgeschützte Bunker ist nicht nur ein hochrangiges Kulturdenkmal, sondern vor allem ein Mahnmal für die Schrecken des Nazi-Terrors und der Bombenkriege. Er ist 1942 auf „Führerbefehl“ von tausenden Zwangsarbeitern der Organisation Todt errichtet worden. Während der Bombennächte im Zweiten Weltkrieg suchten die Hamburger Schutz in seinen Mauern. Unendliches Leid ist mit dem Bau und seiner Inbetriebnahme verbunden. Der Bunker ist heute in seiner Monumentalität stadtbildprägend und spiegelt gleichzeitig die Geschichte des Nationalsozialismus mit seinen verheerenden Folgen wider. Er steht nicht irgendwo, sondern zentral in der Mitte Hamburgs und sollte als mahnendes und unverfälschtes Bauwerk unverändert erhalten bleiben. Im Übrigen ist der Bunker voll vermietet und braucht keine neue Nutzung.