Ein Stadtteil voller Gegensätze – Sankt Georg zwischen Glanz und Elend

Wie unrecht man einem Stadtteil tun kann, zeigt sich am Beispiel von Hans Albers, bei dessen Namen jeder gleich an St. Pauli denkt und an die Reeperbahn nachts um halb eins… Tatsächlich aber kam der (Toupet-)blonde Mime 1891 in St. Georg zur Welt – eine eher unscheinbare Tafel am Haus Lange Reihe 71 erinnert noch heute daran.

Der Stadtteil zwischen dem östlichen Alsterufer, Hauptbahnhof und Berliner Tor hatte immer und hat auch heute noch um seinen Ruf zu kämpfen Deswegen hat St. Georg sein eigenes Stadtteil-Logo mit dem edlen Ritter Georg, seinem Pferd Hotte und dem frechen Drachen Dragomir, der hier in Frieden leben soll. Derzeit sehen die Zeichen eher positiv aus.

Reeperbahn – Vom Reiz des Verbotenen

Die Herbertstraße (ehem. Heinrichstraße) ist eine Straße, die seit Beginn der Bebauung im 19. Jahrhundert zur Prostitution (von heute rund 250 Frauen) genutzt wird. Die Herbertstraße ist berühmt, sehr berühmt, fast so berühmt wie die „Meile“. Das wohl kaum, weil Prostitution auf St. Pauli etwas Besonderes ist. Den Ruhm bringen die Tore. Oft stehen ganze Frauengruppen davor und sind enttäuscht, dass ihnen der Zugang verwehrt bleibt. Die Damen reagieren meist mit Unverständnis und Enttäuschung, weil nur „richtige“ Männer hinein dürfen.

Stiftung Hamburg Maritim – Schlepper FAIRPLAY VIII

Sie sind die Kraftprotze des Hafens: Die Hafenschlepper. Ohne sie kommt kein ¿großer Pott¿ an seinen Platz. Für die Mannschaft heißt das: konzentrierte und präzise Arbeit, bei jedem Wind und Wetter. Für Gäste ist da kein Platz an Bord.

Doch wer schon lange davon träumt, trotzdem einmal Schlepper zu fahren, kann diesen Traum jetzt verwirklichen: FAIRPLAY VIII ist ein echter Hamburger Hafenschlepper, Baujahr 1962. Als Traditionsschiff bugsiert er zwar keine Containerriesen mehr durch den Hafen, aber dafür ermöglicht er Gästen ein authentisches Hafen- und Schiffserlebnis.

Reeperbahn – Wer hat den Schlüssel?

365 Tage im Jahr – 24 Stunden. Die Tür ist stets geöffnet. Eine Anekdote sagt, man habe bei der Eröffnung der „Esso – Reeperbahn“ – gefühlt vor über 100 Jahren – den Schlüssel weggeworfen. Zumindest sind seit 1949 die Eingangstür und zum Glück auch die Ausgangstüren nie verschlossen gewesen. Als es vor ca. 2 Jahren mal zu einem Notfall aufgrund eines übergreifenden Stromausfalls kam, mussten die Türen bewacht werden, weil tatsächlich niemand den Schlüssel hatte.

Aber: es ist wirklich nur eine Tankstelle! Benzin, eine Autowaschanlage, die auch den heißesten Schlitten (muss ja auch; schließlich sind wir auf St. Pauli) gerecht wird, gehören genauso zum Dienstleistungs-Portfolio wie eine Tiefgarage, die in ihrem Zustand auch gut als Krimi-, Thriller- oder Horror-Kulisse dienen kann.

Deutsches Zollmuseum – Das Ende des Freihafens

Zum 1. Januar 2013 wurde der Freihafen in Hamburg aufgelöst. Am 12. Januar legte der Erste Bürgermeister Olaf Scholz selbst Hand an und begann mit einem Schneidbrenner den Zaunabriss. ¿Wir legen den Zollzaun nieder. Das tun wir nicht aus Missachtung seiner historischen Rolle ¿ aber die hat er inzwischen ausgespielt. Seit 1903, also 110 Jahre lang, hat das drei Meter hohe stacheldrahtbewehrte Gitter den direkten Weg zwischen den Wohnquartieren und dem Hafenbecken versperrt ¿ für Schmuggler und Bewohner gleichermaßen¿, begrüßte Scholz die Entfernung des Zollzauns.

Stiftung Hamburg Maritim – MS BLEICHEN

Der Hafen ist das Herz Hamburgs und die Geschichte der Stadt eine maritime. Für Hamburg, seine Bewohner und Besucher, erhalten wir historische Schiffe in Fahrt und in Betrieb. Eines davon: der Stückgutfrachter MS BLEICHEN.

Erbaut 1958 für die Hamburger Reederei H. M. Gehrckens, liegt die BLEICHEN – nach einem Schiffsleben in der Ostsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer – jetzt am Schuppen 50 beim Hafenmuseum.

Viele Hände arbeiten daran, die BLEICHEN als fahrtüchtiges Museumsschiff herzurichten.

Schwarzlichtviertel – Deutschlands größte Schwarzlicht- Erlebniswelt

Das SchwarzLICHTviertel ist die familienfreundliche Indoor-Freizeitattraktion in Hamburg-Stellingen auf über 1000m² für Groß und Klein. Mit einem U-Boot taucht der Besucher ab in geheimnisvoll leuchtende Schwarzlichtfarben mit spektakulären Licht- und Soundeffekten und bewegt sich spielend auf einer 18½-Loch Minigolfanlage durch detailreich gestaltete Phantasiewelten. Es ist eine neue Dimension des Minigolf, die sehend, hörend, tastend, gehend, staunend und verwundert erkundet werden kann. Weitere Attraktionen sind das „Mission Possible“, ein Geschicklichkeitsparcours durch Laserhindernisse, sowie das „Blindhouse“, ein stockdunkles Tast- und Fühllabyrinth, in dem Besucher Alltägliches durch ihre Hände neu erfahren. Eine Bistro-Bar lädt zum Verweilen nach dem Spiel ein.

Containerterminal Altenwerder – Wo die Giganten schweben

Containerterminal Altenwerder – 2002 eröffnet und atemberaubend modern. Hier werden die Container der ankommenden Schiffe von riesigen Containerbrücken (Höhe der Ausleger etwa 110 Meter, Eigengewicht ca. 2000 Tonnen) von einem Kranführer an Land bewegt. Herz der Anlage ist der große Leitstand, von dem aus alle Prozesse gesteuert werden – darunter auch die fahrerlosen Transportplattformen und die Portalkräne. Ein beeindruckendes Schauspiel! Wer diesen modernen Hafenumschlag hautnah erleben möchte, kann im Rahmen einer persönlich gebuchten Bustour direkt auf das Terminal fahren und das Spektakel live erleben.

Santa Pauli – Schrille Nacht, geile Nacht

Was gibt¿s Neues auf dem Weihnachtsmarkt am Spielbudenplatz 2012? Im Strip-Zelt und auf der Open Air Bühne bietet die frisch und knackig aus den USA eingeflogene Burlesque- und Sideshow-Truppe ¿The Pretty Things Peepshow¿ ein Feuerwerk aus Strip und Varieté. Ebenfalls Premiere feiert in diesem Jahr das Wett-Stöhnen der XXX-Mas-Amateure, bei dem Kandidaten aus dem Publikum beim Pornokaraoke heiße Szenen nachvertonen ¿ ein charmanter Angriff auf die Lachmuskeln!