Winter in Hamburg: ein Wunderland

Auch unsere Glaskugel sagt uns natürlich nicht, ob noch mal schneien wird. Für den Fall, dass es bei grauem Hamburger Schmuddelwetter ohne die weiße Pracht bleibt, haben wir für Euch als Ausgleich die schönsten Winter-Ansichten Hamburgs ausgesucht.

Seltener Luxus

Winter: Verschneites Hamburg
Seltenes Vergnügen: Schnee in der Hansestadt

Zugegeben: Hamburg mag in vielen Dingen Spitze sein, beim Schnee allerdings nicht. Denn es gibt tatsächlich kaum eine andere deutsche Metropole, in der so wenige der weißen Flocken fallen wie in der Hansestadt. Dafür gibt es auch einen guten Grund: Hamburgs Nähe zum Meer. Die sorgt nämlich für das sogenannte maritime Klima. Und das bedeutet gemäßigte Sommer und milde Winter. Wenn nämlich der Atlantik noch über zehn Grad hat, passiert folgendes: Wenn ein Tiefdruckgebiet mit dicken Wolken von Westen kommt, und unsere Tiefdruckgebiete kommen meist von dort, dann erwärmt es sich über dem Atlantik so sehr, dass es bei uns garantiert nicht schneit. Umso kostbarer sind die Tage, in denen Hamburg trotz alledem mit einer weißen Puderzuckerschicht überzogen ist. Ganz gleich, wo man sich an solchen Tagen in Hamburg aufhält: Die Stadt hat einen ganz besonderen Reiz.  Aber nicht nur dann. Auch Frost und Eis sorgen dafür, dass Hamburg zum Winterwunderland wird. 

Rund um den Hafen

Winter: die HafenCity
Die HafenCity mit der „Schaarhörn“ im Winterkleid

Das kann man besonders schön am Hafen beobachten, wenn die Wintersonne den Raureif und Frost auf Schiffsmasten zum Funkeln bringt und über dem gesamten Hafengebieten dieses typische, funkelnde und eisige Winterlicht scheint. Unsere Favoriten für einen tollen Blick auf den winterlichen Hafen ist eigentlich der Stintfang an den Landungsbrücken, aber dort wird aktuell gebaut. Eine tolle Alternative: das Dockland mit seiner fantastischen Aussicht über die Elbe und den Hamburger Hafen.
Auch der Sandtorhafen mit seinen historischen Schiffen ist im Winter einen Besuch wert. Wenn der Nebel leise über das Wasser zieht, herrscht hier eine wunderbar nostalgische Atmosphäre. Aber natürlich ist das winterliche Hamburg auch an anderen Stellen wunderschön bei Eis, Raureif oder Schnee.

Parks und Co.: Aus grün wird weiß

Ein Spaziergang um die Alster ist zum Beispiel immer einen Tipp wert. Schließlich treffen sich hier urbanes Flair und Natur zu einer ganz besonderen Mischung. Aber auch das Flottbektal lädt zu einer Runde ein.  Es ist die einzige noch vorhandene tidebeeinflusste Talaue in ganz Hamburg. Deshalb steht das Flottbektal auch  unter Naturschutz. Im Winter hat man oftmals die Gelegenheit, hier (fast) allein spazieren zu gehen. In einer Weltstadt wie Hamburg keine Selbstverständlichkeit.

Winter: Park Fiction im Schnee
Palmen im Schnee – das gibt es auch nur in Hamburg

Mehr Trubel, auch in der kalten Jahreszeit, herrscht dagegen im Park Fiction. Darüber hinaus ist dieser Park im Winter ein toller Foto-Hotspot. Denn wo kann man sonst Palmen in Eis und Schnee fotografieren?  Damit nicht genug hat man hier in der Dämmerung auch einen wunderbaren Blick auf die illuminierte Speicherstadt und den Hafen von der sogenannten Teeinsel aus. Zwischen Fischmarkt und Schulau erstreckt sich in Hamburg das sogenannte Hohe Elbufer. Geht es nach dem Willen einer Bürgerinitiative, soll auch diese Gegend demnächst Weltkulturerbe werden. Begründung: „Die mit Einflüssen aus Frankreich und England gestalteten Parks, Gärten und Architekturen bilden hier eine einmalige Melange aus verschiedenen Kulturen, maritimen Einflüssen und hanseatischer Noblesse“. Diese Mischung lässt sich auch im Winter erleben. Wer dagegen mal raus möchte aus der Stadt, entscheidet sich für einen winterlichen Spaziergang in Duvenstedt oder Ohlstedt..

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