Kaffee ist in Hamburg Kult!

Die Kaffeeskulptur in der HafenCity

Ob Latte Macchiato, Espresso oder der gute, alte Filterkaffee (der aktuell gerade ein Comeback feiert): Für viele ist ein Morgen ohne Kaffee gleich mal verpatzt. Auch über lange Meetings oder der obligatorische Büro-Durchhänger am Nachmittag werden mit dem belebenden Getränk gleich erträglicher.

Rund 3,4 Tassen Kaffee trinken die Hamburger täglich, wie der Kaffeereport 2020 gezeigt hat. Dabei geht der Trend – neben dem Filterkaffee – vermehrt zu individuellen Röstungen und unterschiedlichen Geschmacks-Nuancen.

Leidenschaft mit Tradition

Kaffee: Blick in den alten Börsensaal
Blick in die ehemalige Kaffeebörse. Der Saal mit seiner Glasmalerei, die Kaffeeleser zeigt, gehört zum Amaron-Hotel

Die Liebe der Hanseaten zum Kaffee hat übrigens eine lange Tradition. So gab es in Hamburg bereits 1677 eine Schankwirtschaft, die neben Tee auch Kaffee im Angebot hatte – sechs Jahre, bevor in Wien das erste Kaffeehaus eröffnete. Die Hamburger auf jeden Fall kannten Kaffee zu dieser Zeit bereits, die erste Tasse soll nämlich 1668 im Hamburger Ratskeller getrunken worden sein. Mitgebracht wurde dieser Trend von weitgereisten Kaufleuten, die Kaffee in London oder Venedig kennengelernt hatten.

Das Coffeum in der Rösterei
Paradies für Kaffeefäns: die Rösterei

Verwunderlich ist das nicht, schließlich spielte zu dieser Zeit Hamburg bereits eine große Rolle als Umschlagplatz für die braunen Bohnen. Die Kaffeebörse an der Straße Pickhuben 3 war damals sozusagen die Zentrale der Kaffeehändler. Wer heute an einem warmen Sonnentag durch die Speicherstadt läuft, bekommt übrigens einen olfaktorischen Eindruck von der Bedeutung des Kaffees für die Hansestadt: Die Aromen haben sich nämlich im Mauerwerk festgesetzt. Hier befindet sich auch das Kaffeemuseum Burg, wo allerlei Wissens- und Liebenswertes über das belebende Brühgetränk zusammengetragen wurde.

Kaffee, ganz frisch gebrüht – mit Filter
Filterkaffee kommt wieder in Mode, wenn er handgemacht ist – wie von Becking

Bisweilen aber trieb der Kaffeekult seltsame Blüten: So war es eine Zeitlang Mode, die Zukunft aus dem Kaffeesatz zu lesen. Im Hamburger „General-Register“ vom 11. April 1827 ist bei den Gesetzen und Verordnungen zu lesen, dass „Caffee Kucken“ 1762 verboten und unter Strafe gestellt wurde. Dabei muss man gar nicht erst im Kaffeesatz lesen, um zu wissen, dass das Getränk nicht nur bestens schmeckt, sondern auch noch seine belebende Wirkung entfaltet. Das gilt natürlich besonders dann, wenn es sich um echte Handwerkskunst handelt, wie sie zum Beispiel Becking oder auch „Die Rösterei“ anbieten – dann wird aus einem Kaffee nämlich Champagner für die Seele.

Feinster Kaffee-Ersatz

Kaffeelikör von Nordik

Übrigens: Wer gern abends Kaffee trinken würde, aber danach nicht schlafen kann, findet bei der Edelbrennerei Nordik eine Alternative: KaffeeDu nennt sich ein Likör. KaffeeDu vereint den Geschmack von Kalt-Mazeriertem-Kaffee mit dem Aroma des Elbe-Valley Whisky. Unbedingt ausprobieren!


Becking Kaffee
Leverkusenstraße 31
http://www.becking-kaffee.de

Die Rösterei
Steinstraße 19 a
http://www.die-roesterei.com

Nordik Edelbrennerei
Osterjork 140
21635 Jork
http://www.nordik-edelbrennerei.de


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