Ein Bier zum Feierabend? Auch das ist typisch Hamburg

Fischbrötchen ohne Bier? In Hamburg echt keine Option

Ein gutes Bier: Wer den Geschmack zu schätzen weiß, ist in Hamburg genau richtig. Denn hier gibt es zahlreiche Brauereien, die jenseits der Massenware, hochwertige Craft-Biere produzieren, wobei craft hier für „handgemacht“ steht.

Hamburger Biertrinker dürfen sich zudem freuen, denn sie leben in einer Stadt mit einer ebenso ruhmreichen wie langen Bier-Geschichte. Der Reihe nach…

Um das Jahr 1370 galt Hamburg als Hauptstadt des Biers. Grund dafür war die Hanse, die den Export des Gerstengetränks in alle möglichen Ecken der Welt möglich machte. Sagenhafte 457 Brauereien gab es damals im Großraum der Hansestadt.

Hopfen machte Hamburg zur Bier-Metropole. ©Pixabay/RitaE

Aber die Bierwelt hat Hamburg weit mehr zu verdanken als nur die Tatsache, dass die Hanse überall hin lieferte. Denn hier wurde wurde erstmals Hopfen verwendet. Grund war vor allem, dass Hopfen das Bier länger haltbar machte. Dass es ihm aber auch die bis heute so beliebte, herben Note schenkt, war ein Plus, das sich die Bierbrauer natürlich zu eigen machten.

Bevor die Brauer den Hopfen entdeckten, stellten sie ein Bier her, was sich am besten mit Gewürzbier beschreiben lässt – es wurde auch Grutbier genannt. Dabei kamen sowohl wilder Rosmarin als auch Essenzen vom Gagelstrauch zum Einsatz. Im Ergebnis war das Bier deutlich süßer als das, was dann aus Hopfen gebraut wurde.

Mit dem Hopfen versehen konnte das Bier von den stolzen Schiffen der Hanse in noch entferntere Länder gebracht werden – Hamburg hatte seinen Ruf als Bierhauptstadt weg.

Und heute?

Ohne Astra wäre Hamburg undenkbar

Natürlich gibt es in Hamburg auch heute noch jede Menge toller Ideen rund um das Bier. Da hätten wir einmal die Erzeugnisse der großen Brauereien Astra und Holsten – und die sind in der Hansestadt eine Lebenseinstellung. Faustregel: St. Pauli-Fans greifen zu Astra, HSV-Fans zu Holsten. Rund um die Kneipentresen und vor den Fernsehern der Stadt sind darüber schon rege Diskussionen entbrannt.

Landgang Brauerei

Sorten für jeden Geschmack von Landgang

Neben den Big Playern gibt es in Hamburg aber auch eine ganze Reihe kleiner feiner Brauereien, die sich der Handwerkskunst verschrieben haben. Dazu gehört die Landgang Brauerei, deren Biere schon mehrfach preisgekrönt wurden. So haben sie im vergangenen Jahr mit ihrer Variante des Senatsbocks den renommierten Meininger Craft Award gewonnen. Mehr über die Leidenschaft der Landgang-Brauer erfahrt ihr hier:

Wildwuchs Brauwerk

Ebenfalls eine feste Größe in der Hamburger Bierszene ist das Wildwuchs-Brauwerk. Ihre Spezialität sind reine Bio-Biere mit unverwechselbarem Geschmack. Und damit Bio auch hält, was es verspricht, baut Wildwuchs seinen Hopfen selbst an – auf einer Plantage in Finkenwerder.

Neben den erstklassigen Zutaten spielt aber auch die Kreativität beim Bierbrauen für die Wildwuchs-Macher eine große Rolle. Deshalb findet man hier auch Sorten wie das fruchtige Starkbier „Bock Orange“ oder oder fruchtig-herbe Fastmoker-Pils.

ÜberQuell Brauerei

Die ÜberQuell-Brauerei ist vielen Hamburgern vor allem deshalb ein Begriff, weil man hier – wenn nicht gerade Corona herrscht – auch leckere, neapolitanische Pizzen genießen kann. Das geht zurzeit leider nicht, was aber immer noch geht: ein leckeres, handgemachtes Bier im Onlinestore kaufen und genießen. Jahr für Jahr bringt das ÜberQuell sieben Biere heraus, dazu kommen Saisonals wie aktuell das „Sunny Spring Ale“ mit einem Hauch von Mandarine und blumigen Noten.

Übrigens: Wer auf sein handgemachtes Bier nicht verzichten möchte: All unsere Brauerei-Beispiele haben Shops…