Die Kunst der Täuschung: Museum der Illusionen

Die Kunst der Täuschung: Beispielbild
Optische Täuschungen stellen unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf.@Jerzy Pruski

In der Malerei ist Täuschen und Tricksen bereits seit Jahrhunderten ein Stilmittel. Und damit sind nicht etwa Bilderfälschungen à la Konrad Kujau gemeint. Sondern zum Beispiel Trompe l´oeil, übersetzt die Täuschung der Augen. Diese Illusionen täuschten mit Hilfe der perspektivischen Darstellung eine Dreidimensionalität vor. Diese Technik gibt es bereits seit der Renaissance.

In unserer digitalen Zeit gibt es für Täuschungen natürlich viel mehr Möglichkeiten. Wie verblüffend diese sein können, zeigt das Museum der Illusionen. Optische Täuschungen an der Wand nennt sich ein Bestandteil der Ausstellung, die dort zu sehen ist. Von mehr als 30 Beispielen können Besucher sich hier den Kopf verdrehen lassen.

Die Kunst der Täuschung: Leute stehen Kopf
Hier steht die Welt auch mal Kopf. ©Museum der Illusionen

Ein echtes Highlight im Museum sind auch die verschiedenen Zimmer: Der schiefe Raum spielt mit den Gesetzen der Gravitation. Der verkehrte Raum schafft eine ganz neue Sicht auf Perspektiven. Im Ames-Raum kann man erleben, wie sich die Größe eines Menschen aufgrund seiner Position verändert.

Aber nicht nur die Räume des Museums sind einen Besuch wert. Wer beispielsweise schon immer einmal wissen wollte, wie andere Menschen ihn wahrnehmen, sollte einen Blick in den Wahrheitsspiegel werfen. Ganz neue Einsichten erhält man auch im endlosen Tunnel.

Die Kunst der Täuschung: Wahrheitsspiegel
Der Wahrheitsspiegel: ganz neue Sicht auf sich selbst. @Jerzy Pruski

Man sollte bei einem Besuch im Museum der Illusionen das Smartphone unbedingt dabeihaben. Viele der Täuschungen werden nämlich erst richtig sichtbar, wenn man sie im Foto betrachtet.
Übrigens: Zum Museum gehört auch ein Shop, in dem es optische Illusionen oder ein sogenanntes Dilemma-Spiel für zu Hause gibt.

Museum der Illusionen
Lilienstraße 14 bis 15
Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 20 Uhr