St. Paula Kiezkonditorei – Made with Love

 Seit Ende März hat St. Pauli eine weitere Attraktion. In unmittelbarer Nähe des Empire-Riverside-Hotels hat sich seit Ende März 2012 die Kiezkonditorei „St. Paula“ mit leckeren erotischen Konditor-Souvenirs nieder gelassen.

Betriebswirte haben wir in Deutschland mittlerweile mehr, als die Nation jemals hatte. Das dachte sich auch die frisch gebackene junge Betriebswirtin Ursula Odenwald und begann nach dem Studium eine Konditorausbildung. Bald nach Abschluss folgte schon die Prüfung zur Konditormeisterin.
Das wollte sie aber nicht auf sich belassen. Ursula Odenwald drängte es in die Selbständigkeit. Zunächst ging es auf die Suche nach einer geeigneten Location. Immobilienblätter wurden durchforstet und schließlich wurde sie fündig: Der Bio-Imbiss „Boxprinz“ an der Bernhard-Nocht-Straße auf St. Pauli suchte einen Nachmieter. Sofort griff sie zu und hatte für St. Pauli gleich ein Konzept im Kopf: „Irgendetwas mit Erotik.“ Was lag da für die Betriebswirtin und Konditormeisterin näher als eine „Erotik-Konditorei“ gleich um die Ecke von der Davidstraße, wo ab 20 Uhr abends die Mädels die Beine schwingen. Sofort wurde für den kleinen Laden das entsprechende Ambiente geschaffen und im Untergeschoss entstanden nun feinste Kreationen von Brüstchen aus rosa Creme oder weiteren „erotic Souvenirs aus Schokolade, Marzipan oder Keks“. Die können nicht nur in dem kleinen, anheimelnden Café goutiert, sondern auch für Jungesellen-Abschiedsfeiern und ähnliche Events mit einem verschmitzten Augenzwinkern bestellt werden. Trocken wird das auch nicht bleiben, denn dem Besucher des Cafés wird nicht verborgen bleiben, dass in den Regalen bei Ursula Odenwald leckere Hausmarke-Liköre unter erotischer Firmierung und erlesene Weine stehen. Wer es lieber gediegener mag, dem seien auch die angebotenen Tees, wie zum Beispiel der Rotbuschtee „Heiße Liebe“ (mit Erdbeer-Pfeffer) ans Herz gelegt. Und schließlich – St. Pauli entsprechend – bietet sich dem Besucher des Cafés obendrein ein kleiner Blick durch die großzügigen Fenster auf den Hamburger Hafen an.