Hamburg: unsterbliche (Hafen-)Liebe

„Vom stillen Hafen singt manch kleines Lied;
Hafen der Weltstadt, bist du jemals still?
O großer Braus der Unruhe, wenn schrill
werktags die Dampfbootschwärme, Fähren,
Schlepper, Jollen, Signale kreischend durchs
Sprühwasser tollen“.

Dieses Gedicht schrieb der Hamburger Autor Richard Dehmel 1913 – es hätte aber auch von heute sein können. Denn der Hamburger Hafen ist auch heute noch laut, lebendig und bunt – auch wenn die Dampfschiffe mittlerweile eher eine Kuriosität geworden sind.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass nicht nur Besucher ihre Hamburger Hafenliebe entdecken, sondern auch die Bewohner der Stadt ihrer Hafenliebe nachgehen. Der Faszination Hafen kann sich nämlich niemand entziehen.

Der Hafen hat viele Gesichter

Wie Hamburg selbst hat auch der Hafen ganz unterschiedliche Gesichter: Er gibt sich geschäftig in den Containerterminals, wo jährlich 12 Millionen 20-Fuß-Standardcontainer umgeschlagen werden, er gibt sich modern im City-Sporthafen, wo unter anderem das knallrote Feuerschiff dafür sorgt, dass sich Hafen-Besucher kulinarisch stärken können und dabei eine traumhafte Aussicht genießen. Der City-Sporthafen liegt am sogenannten Elb-Boulevard, der sich zwischen der Elbphilharmonie, der Straße Vorsetzungen und den Landungsbrücken entlang zieht und der zum Flanieren einlädt.

In unmittelbarer Nähe zum Feuerschiff findet man auch die maritimen Giganten, die weit über die Grenzen Hamburgs und Deutschlands berühmt sind: die Rickmer Rickmers und die Cap San Diego, zwei Museumsschiffe die einen spannenden Blick auf die Seefahrt vergangener Zeiten vermitteln.


Apropos vergangene Zeiten: Natürlich gehört auch die Speicherstadt zum Hamburger Hafen dazu. Denn hier wurden früher die Waren aus aller Welt eingelagert, die per Schiff die Hansestadt erreicht hatten. Übrigens: Wer an einem warmen, sonnigen Tag durch die Speicherstadt spaziert, kann auch heute noch das Aroma von Gewürzen, Tee und Kaffee schnuppern.

Auch die Fischauktionshalle ist ein Teil des Hafens. Hier findet (hoffentlich bald wieder) der Fischmarkt am Sonntag früh statt, hier gibt es aber auch viele Events. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1895 – damals gehörte die Gegend noch zu Altona.