Ein Museum wie gemalt: das Malermuseum

Ein Museum wie gemalt: Malermuseum von außen
Das Deutsche Malermuseum ist in einem Fachwerkhaus beheimatet, das um 1600 herum gebaut wurde

Nein, hier geht es nicht etwa um Kunstmalerei. Das Deutsche Malermuseum in Billstedt widmet sich der Geschichte der Anstreicher und Lackierer. Was viele nämlich gar nicht wissen: Dieses Handwerk blickt auf eine über 800 Jahre alte Geschichte zurück.

Die wird bei einem Rundgang durch das Hauptgebäude des Musuems lebendig. Hier sind alte Gesellenbriefe ebenso zu sehen wie religiöse Arbeiten, die Maler im Mittelalter anfertigten. Auch der Wandel von den Zünften zu den selbstbewussten Innungen ist hier dokumentiert.

Im Obergeschoss zeigen Raumentwürfe, dass der Maler zu Beginn des letzten Jahrhunderts nicht nur Handwerker und Techniker war, sondern auch Gestalter und Künstler. Hier sind auch Hinterglasmalerei und Illusionsmalerei zu sehen. Spannend ist der Blick in ein Büro aus vergangenen Zeiten.

Zum Deutschen Malermuseum gehört aber nicht nur das Hauptgebäude im Glockenhaus. Im Nebengebäude, der sogenannten Tenne, steht das Handwerkliche des Maler- und Lackiererberufs im Vordergrund. Ein echtes Prunkstück in der Tenne ist ein Gesellschaftswagen von 1840, auch Punschbowle genannt. Die Kutsche ist mit farbigen Blumenranken bemalt. Dieser Wagen zeigt das große handwerkliche Können der Wagenlackierer auf besonders eindrucksvolle Weise.

Wenn man das Deutsche Malermuseum in Billdstedt besucht, lohnt sich auch ein Abstecher zum Kulturpalast Hamburg, der ebenfalls in Billstedt zu Hause ist.

Deutsches Maler- und Lackierer-Museum
Billwerder Billdeich 72
Öffnungszeiten:
samstags und sonntags 14 bis 17 Uhr

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