Die Wettervorhersage und der Blick aus dem Fenster verheißen nix Gutes für heute: Regen, Nebel, kurzum Schietwetter, wie der Norddeutsche sagt. Das macht aber nichts. Denn Hamburg ist auch in Grau schön bunt! Vor allem aber kann man bei diesem Wetter einen ganz neuen Blick auf die Stadt werfen.
Das gilt natürlich auch für Hamburgs Tor zur Welt: den Hafen. Die bunten Kräne, die Schiffe, die weißen Möwen – das alles vermischt sich bei grauem Wetter zu einer stimmungsvollen Melange.
Auch die Cap San Diego als Prunkstück des Hafens und Wahrzeichen der Stadt, sieht bei jedem Wetter toll aus. Vor allem abends, wenn feinster Regen sich wie Nebel über das Schiff legt. Wer da nicht an alte Piratenlegenden denkt, hat einfach keine Fantasie.
Apropos Schiffe. Die spielen bekanntlich in Hamburg eine große Rolle. Das gilt nicht nur für den Hafen, sondern auch für Blankenese. Hier liegen sogar Wracks in der Elbe und ergeben immer wieder ein tolles Fotomotiv. So auch die Reste vom Frachter „Uwe“, der 1975 – bei dichtem Nebel – von einem anderen Schiff gerammt wurde. Übrigens: So richtig sichtbar sind die Wracks nur bei Ebbe.
Natürlich lohnt sich ein Regenspaziergang in Hamburg auch abseits des Hafens.Vor allem dann, wenn man auf ganz unerwartete Farbtupfer stößt wie hier ein Bus der Roten Doppeldecker. Da wirkt das nordische Grau gleich noch besser.
Zum Herbst in Hamburg gehören aber nicht nur Nebel und Regen – sondern auch Wind. Übrigens: Wir im Norden sagen auch dann noch „büschn Wind“, wenn andere schon Orkan-Warnungen erwarten. Wenn das Wasser so richtig schön kabbelig ist, wie hier an der Alster, weiß man wieder, warum man den rauen Charme Hamburgs so liebt.