Stadtteil Einblicke – Ein Tag in der Innenstadt

Auf unserer kleinen City-Tour nehmen wir euch mit, zu einem Spaziergang durch die Einkaufsstrasse der Innenstadt. Aber was macht eine Einkaufsstrasse liebenswert? Ganz einfach. Es sind die unbeachteten Dinge, die den Charme ausmachen.
Hamburg bietet viele architektonische Highlights, die nicht sofort zu erblicken sind, oder sich auch einfach etwas verstecken.
Wir starten am oberen Teil der Mönckebergstraße in Richtung Levantehaus, mit seinen zahlreichen kleinen Boutiquen. Das Gebäude ist eines der vielen Kontorhäuser Hamburgs, die nach dem Krieg erhalten blieben. Von 1995 bis 1997 wurde das Haus in eine Passage und einem 5-Sterne Hotel umgewandelt, aber es gelang, etliche Elemente des Originalbaus zu erhalten.
Unsere Empfehlungen für das Levantehaus ist das Restaurant Tschebull mit seinen österreichischen Spezialitäten. Für Leckermäuler, Kaffeetrinker und Zirkusfans ist das Roncalli Café der perfekte Ort für eine Kurzweil. Teeliebhaber und solche, die noch ein kleines Mitbringsel suchen, sollten das Compagnie Coloniale auf ihre To-Do-Liste setzen. Schon beim Hineingehen wird man von einem angenehmen Duft empfangen. Es gibt eine erstaunliche Vielfalt an Tees und die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit.
Weiter geht es zum Rathaus. Auf dem Weg dahin passieren wir zwei der Hauptkirchen Hamburgs. Wer Orgelmusik liebt, kann jeden Donnerstag von 16:30 bis 17:00 ein kostenloses Orgelkonzert in der St. Jakobi Kirche erleben. Die Kirche ist im Besitz einer Arp-Schnitger Orgel aus dem Barock und ihre ältesten Teile gehen auf die Reformationszeit zurück.
Ein paar Meter weiter befindet sich St. Petri, die älteste Pfarrkirche Hamburgs. Sie bietet ein Highlight mit Weitblick. Täglich von 11 Uhr bis 17:00 Uhr und Sonntags ab 11:30 Uhr kann man den Turm besteigen (Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Kinder 1 Euro). Ein grandioser Blick über die City aus 123 Meter Höhe.
Direkt unterhalb der Petri-Kirche, am Speersort 10, kommen Geschichts-Fans auf ihre Kosten. Die Bäckerei „Dat Backhus“ beherbergt ein kleines Museum im Untergeschoss. Bei einem Kaffee kann man sich die Ausgrabungen und die Ursprünge Hamburgs anschauen. Die Historie des Bischofsturm, der hier in den Fundamenten erhalten ist, wird anhand von Wandbildern anschaulich erläutert.
Nach ein paar Schritten erreichen wir das Hamburger Rathaus, ein Prachtbau mit 647 Räumen und somit mehr Zimmern als der Buckingham Palace in London. Besonderheit hier: das Gebäude steht aufgrund der Bodenbeschaffenheit auf über 4000 Eichenpfählen. Wie wäre es mit einer Führung? Diese finden aktuell im halbstündlichen Rhythmus statt.
Noch einen Geheimtipp gefällig? Am Großen Burstah, in Richtung Rödingsmarkt, befindet sich ein wahres Juwel mit mit der Hausnummer 31. Das Hindenburghaus ist eines der schönsten Kontorhäuser Hamburgs. Die Eingangshalle ist aufwendig gestaltet. Das Holz ist poliert und verziert, zusätzlich sind an den Wänden Marmor und hochwertige Fliesen verarbeitet. Eine sehenswerte Handwerkskunst.
Zurück am Rathaus, ist ein gemütlicher Abstecher durch die schönen Alsterarkaden Richtung Jungfernstieg ein Must. Dabei kann man die Schwäne auf der Kleinen Alster beobachten.
Ein kurzer Gang durch die Innenstadt, bietet eine Menge sehenswertes und sicherlich einen unvergesslichen Tag.