Paul Hundertmark – Eine Institution auf der Reeperbahn

Manche Dinge und Orte gibt es sehr lange und sie werden von vielen Menschen sehr gemocht – dann adelt man sie und spricht von einer Institution. Auf St. Pauli gehören dazu zum Beispiel der „Silbersack“, der nach dem Tod der Inhaberin als Ort gerettet wurde, oder auch das Café Keese, für das sich kein Retter fand.

Den Westernstore Paul Hundertmark direkt auf dem Spielbudenplatz 9 kennen auch fast alle Hamburger, selbst wenn sie dort noch nicht eingekauft haben. Hundertmark brachte nach Ende des Zweiten Weltkriegs als einer der ersten Jeans, Nylonstrümpfe und Cowboyboots direkt aus den USA nach Deutschland und verkaufte sie in seinem 1961 eröffneten Geschäft sensationell erfolgreich.
Nach der Räumung der Esso-Häuser zog das Traditionsunternehmen, das jetzt Renate und Vanessa Kasselmann gehört, im Februar 2014 in neue Räumlichkeiten im ehemaligen Kasino Volltreffer am Nobistor. Am Konzept hat sich wenig geändert: Klassische Jeansmarken wie Lee, Levis und Wrangler, Staubmäntel, Lederhosen, -jacken und -stiefel, original indianischer Schmuck und Gürtelschnallen sind weiterhin in allen erdenklichen Ausführungen im Angebot. Marken wie Alpha Industries mit den gerade heiß begehrten Fliegerjacken, die luxuriösen Lederjacken von Schott und T-Shirts von King Kerosin sind dazu gekommen.

Eine Institution die weiterlebt, auch wenn der neue Standort nur schleppend angenommen wird. Nach Fertigstellung der neuen Bebauung am Spielbudenplatz soll auf jeden Fall an den alten Standort zurückgezogen werden. Vorgemerkt dafür sind die beiden Unternehmerinnen Renate und Vanessa jedenfalls.