Norddeutsche Extremsportler – Angekickt: Hamburgs Motocrosser

 Motocross ist ein für Sportler und Zuschauer gleichermaßen faszinierender Sport. Hier werden die extremsten Anforderungen an Fahrer und Fahrzeug gestellt und nur das perfekte Zusammenspiel von beiden – Mensch und Maschine – führt zu Höchstleistungen. Geprägt von vielen Positionswechseln und atemberaubenden Sprüngen ist der Motocross Sport im Vergleich zu vielen anderen Sportarten sehr nahe am Zuschauer. Zwei in Hamburg lebende Fahrer über ihren faszinierenden Sport: Foto: Steve Bauerschmidt  
Name: Dustin Puschmann
Alter: 24
Größe: 180 cm
Gewicht: 76 kg
Alsterunde: 38 Minuten
Erfolge: 3. Platz in der Clubsportklasse auf Landesebene

Wie bist Du zu deiner Sportart gekommen?
Mein Vater ist in seiner Freizeit sehr ambitioniert Motorcross gefahren. Als ich sieben Jahre alt war starteten meine ersten Versuche. Schnell entwickelte sich eine Leidenschaft.

Wer hat deinen bisherigen Weg besonders geprägt und warum?
Neben meinem Sponsor Melann, der mir seit meinen ersten Wettkämpfen treu zur Seite steht, ist es mein Vater, der aufgehört hat aktiv Motorross zu fahren, um mich als Trainer, Mechaniker und auch Mental zu unterstützen.

Rückblickend auf die vergangene Saison, sollte was nicht unerwähnt bleiben?
Mitte der Saison 2013 bremste mich eine schwere Rückenverletzung, die ich mir im Training zuzog, aus.
Ich konnte die zweite Hälfte der Saison nur bedingt mitmischen und musste mich auf die Genesung konzentrieren.

Welche Ziele hast Du Dir für diese Saison gesetzt?
Top 5 in der Landesmeisterschaft und damit einem Stück näher an meinen Traum zu kommen: Einmal die ADAC MX Mastern mitzufahren. Dafür hat bisher die Zeit neben dem Beruf gefehlt.

Wo treffen dich Hamburger und Hamburgs Besucher an freien Abenden?

Meistens in Sportklamotten rund um die Alster oder am Strand von Övelgönne.
Gefeiert wird mit Freunden im Highway auf der Großen Freiheit oder dem H1.

Wie würdest Du Hamburg in einem Satz beschreiben?
Traumstadt!

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Name: Davide von Zitzewitz
Alter: 21
Größe: 1,84 m
Gewicht: 78 kg
Alsterunde: 35 min
Erfolge: Plätze auf dem Siegertreppchen des ADAC MX Masters, Deutscher Jugendmeister 2009, Siege in der Deutschen Meisterschaft in 2012, Teilnahme Europameisterschaft 2011 und 2013, Teilnahme Weltmeisterschaft 2012.

Wie bist du zu deiner Sportart gekommen?
Da hat mich ganz klar meine Familie infiziert. Mein Opa war Deutscher Meister und mehrfacher Mannschaftsweltmeister im Enduro, mein Vater Bert hat sich zwölf Mal den Titel Deutscher Enduro Meister gesichert und stand zudem als Enduro Vize-Weltmeister auf dem Treppchen. Und mein Onkel Dirk toppt bislang mit 15 Titeln als Deutscher Enduro Meister sowie seinem Sieg bei der Rallye Dakar die Erfolgsgeschichte der Familie. Das hat mich nicht nur beeindruckt, sondern auch enorm angestachelt, auch im Motorsport aktiv zu werden.

Wer hat deinen bisherigen Weg besonders geprägt und warum?
Derjenige, der mich seit meinen Anfängen unterstützt und mir immer wieder mit guten Tipps zur Seite steht, ist mein Vater. Von daher würde ich sagen, dass er mich am meisten geprägt hat. Sein enormer Erfahrungsschatz hat mir schon viel weitergeholfen.

Rückblickend auf die vergangene Saison, sollte was nicht unerwähnt bleiben und dein Resümee lautet?
Leider lief die letzte Saison nicht wie geplant, da ich mir zur Mitte der Saison mein Schlüsselbein gebrochen habe. Dennoch konnte ich zum Ende noch einmal auf dem Podium stehen.

Welches Ziel hast Du Dir für diese Saison gesetzt?
Ich will im Rahmen der Deutschen Meisterschaft möglichst häufig auf dem Podest stehen und beim ADAC MX Masters öfters siegen.

Wo treffen dich Hamburger und Hamburgs Besucher an freien Abenden?
Ich gehe gerne ins Kino und bin auch manchmal in der Sands Bar oder auf dem Kiez. Meine derzeitigen Lieblingsclubs sind das Moondoo und der Club du Nord!

Wie würdest Du Hamburg in einem Satz beschreiben?
Hamburg ist eine brutal schöne Stadt! Eine Weltstadt mit Hafen. Schönste Stadt Deutschlands. (Stolz eines Norddeutschen)  Die Interviews führte Björn Willrodt.