Hamburgs Perlen: Zehn Tipps, die man nicht verpassen sollte

Zum Chillen

Mathilde Literaturcafé
Entspannung pur: Keine nervige Musik, kein lautes Publikum, gemütliche 50er Jahre Sessel und Stehlampen. Dazu ein Kamin und kostenloses Surfen. Ganz großes Plus: Es gibt viele Kakaosorten, wie „Chill Bill“ oder „Drachenherz“
Bogenstraße 5, Tel. 040-41 49 53 84

Kaffeeklappe
Am Ende des Alten Elbtunnels steht die letzte Kaffeeklappe Hamburgs. Wer wissen will wie es im Hafen wirklich zugeht, sollte die Elbseite wechseln, weg von der „Püppi-Seite“ mit seinen Beachclubs und teuren Restaurants, auf diese Seite, wo der echte Hafen ist. Odo Mario Wehr ist in seinem grauen Container Anlaufpunkt für alle Hafenarbeiter und Fernfahrer, die Pause machen, Bier und Brötchen essen und dabei die schöne Nackte auf Seite 1 anschauen. Hafen pur ohne Schicki-Micki.
Reiherdamm

Zum Bummeln

Herr von Eden

Dieser Herr von Eden ist natürlich schon sehr speziell. Mitten im hippen, zerzausten, und verlotterten Karolinenviertel gelegen, gibt’s schicke Hemden und Anzüge. Insolvenz hin oder her – das Label unter der Leitung von Bent Angelo Jensen lebt und ist nach wie vor Kult in der Szene.
Marktstraße 33, Tel. 040-439 00 57

Lockengelöt
Die Produkthandwerker von St. Pauli nehmen die Dinge beim Wort und schaffen in ihrer Manufaktur wunderbar doppeldeutige Unikate aus Alltagsgegenständen. Bücher aus der Grabbelkiste werden zu Schlüsselbrettern, alte Schallplatten verwandeln sich in Handtaschen und Deckenleuchten. Echte Designerstücke, die jede Wohnung schmücken.
Wohlwillstraße 20, Tel. 040-89 00 13 26

Zum Essen mit kleinem Hunger

Nuggi’s Elbkate
Direkt an der Elbe ist der Fisch hier so frisch und lecker wie direkt vom Wasser ins Brötchen gehüpft. Seit 20 Jahren betreibt Dieter „Nuggi“ Nuggmeyer seine urige Elbkate direkt auf einem schwankenden Ponton im Museumshafen Övelgönne. Hier trinken Hamburger Originale ihr Bier neben trällernden Latinos und seekranken Touristen, die eben von einer Hafenrundfahrt zurückkehren und nun mit gequälter Miene in ihr Fischbrötchen beißen.
Fähranleger Övelgönne Museumshafen

Lütt’n Grill
Der Grillimbiss (bestes Hähnchen ganz Hamburgs!) an der Max Brauer Allee ist nicht bloß eine Frittenbude. In Hamburgs berühmtestem „Imbiss Delüx“ treffen sich prominente Künstler und Stammgäste, die auf ihren Lieblingssnack nicht mehr verzichten können. Auf der Speisekarte stehen hausgemachte Frikadellen, ein halbes Hähnchen mit 16 Kräutern, frische Pommes und Salate.
Max-Brauer-Allee 277, Tel. 040-439 60 17

Zum Essen mit großem Hunger

Café Paris
Wunderbar! Ein bisschen französische Lebensart in Hamburg – mit viel Atmosphäre, gutem Essen und pulsierendem Leben. Sehenswert ist die original erhaltene Jugendstil-Decke im großen Saal. Wer allerdings in Ruhe essen und sich auch noch unterhalten möchte ist hier fehl am Platz. Denn importiert wurde nicht nur Pariser Flair, sondern auch die Tradition der eng zusammen gestellten Tische.
Rathausstraße 4, Tel. 040-32 52 77 77

Daniel Wischer
Das Publikum ist so hanseatisch, hanseatischer geht es kaum. Den Fischbratbetrieb gibt es seit 1924 und gilt mittlerweile als Institution in der Stadt. Nicht wenige Hamburger waren hier schon als Kind mit Oma und Opa essen. In der Steinstraße, wo der Charme der 50er-Jahre dominiert, gibt es Fisch in allen Variationen von guter Qualität zu angemessenen Preisen – dazu unbedingt eine Fassbrause ordern, die ist hier so gut wie nirgendwo sonst.
Steinstraße 15 a, Tel. 040-32 52 57 95
Spitaler Straße 12, Tel. 040-32 52 58 15

Zum Angucken
affenfaust
Eine neue Generation von Künstlern braucht eine neue Generation von Galerien. Ob ein Hai im Käfig über den Wolken von Hamburg, lebende Ente oder ein überdimensionaler Roboter auf dem Dach. Die Urban-Art-Galerie affenfaust auf St. Pauli sorgt seit Anfang 2012 mit spektakulären Ausstellungen und Vernissagen für Aufsehen.
Detlev-Bremer-Straße 15, Tel. 040-84 89 88 58

Zum Tanzen
Golden Pudel Club
Die selbst ernannte „Elbphilharmonie der Herzen“, 1995 von Rocko Schamoni gegründet, hält hartnäckig den Ruf als bester Club Hamburgs. Von Beginn an bis heute treten dort zahlreiche – auch internationale – Undergroundgrößen auf. Für die einen eine angeschmierte Kaschemme, stickig und laut, für die anderen der Club mit der coolsten Musik und der besten Stimmung.
St. Pauli Fischmarkt 27, Tel. 040-31 97 99 30