Hamburg Guide unterwegs: die Neustadt

Zwischen Binnenalster, Wallanlagen und Hafen liegt die Neustadt, Hier wird seit 1685 Geschichte gelebt. Kein Wunder also, dass man hier auch heute noch viel entdecken kann.


Musikalisch gibt die Neustadt in Hamburg von jeher den Ton an: Hier wirkte bis zu seinem Tod 1756 der Barock-Komponist Georg Philip Telemann. Hier im Gassengewirr wurde 1833 Johannes Brahms geboren. Ihre Gedenkstätten liegen heute in der Peterstraße, gleich um die Ecke von der Laeiszhalle. Auch das Singen der etwas anderen Art wird hier betrieben. Im Hufeisen-Ensemble Amtsgericht, Oberlandesgericht und Strafjustizgebäude, wo die schweren Jungs aus dem UG nebenan „singen“ sollen.

Heimat des Wasserträgers

Hummel-Denkmal an der Ecke Rademachergang und Breiter Gang


In der einst seuchengefährdeten Neustadt trug Johann Benz schwer an seinen Wassereimern. Zudem musste er sich von den Bengels „Hummel Hummel“ nachrufen lassen. Seine Antwort ist bekannt. Nein? Na gut: Er machte sich hinterrücks frei und maulte „Mors Mors…“

Der Hamburger Michel: Zentrum der Neustadt

In Hamburgs Hauptkirche St. Michaelis, besser bekannt als „Michel“ dagegen lauschen die Bewohner der Hansestadt Orgelklängen und Chören oder lassen sich von dem beeindruckenden Blick von oben begeistern.


Die Neustadt ist mit ihren 2,2 Quadratkilometern eher ein Flecken im Stadtbild, aber hier blüht es nicht nur in „Planten un Blomen“ (Plattdeutsch: Pflanzen und Blumen), hier lebt es sich auch alternativ-kreativ im pittoresken „Gängeviertel“. Hier prunken und glitzern aber auch der Neue Wall, die Großen Bleichen, die ABC-Straße und die Passagen mit Weltstadt-Shopping.

Der japanische Garten: eines der Highlights in Planten & Blomen ©Bernd Andresen

Am Hafenrand lockt das „Portugiesenviertel“ mit Multikulti-Gastronomie und den skandinavischen Seemannskirchen und -heimen. Die Neustadt bietet im „Pik As“ nahe dem Großneumarkt aber auch dem Obdachlosen-Elend ein Nachtquartier. Über alles wacht und regiert vom nahen Rathaus aus mehr oder minder gerecht und weise der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Neustadt: Mal dissonant, mal harmonisch: klar, dass hier Hammonias Wiegenlied gesungen wurde: „Oh wie so herrlich stehst du da..!“


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