Zeit zu genießen: Sommer in Hamburg

Der Sommer: Kaum ist er da, schon ist er auch schon wieder vorbei. Zeit also, ihn so intensiv wie möglich zu genießen – beispielsweise an der Elbe, im Freibad, am Badesee oder in einer der Hamburger Strandbars. Ganz gleich, wo diese liegen: Für das Stückchen Urlaubsfeeling sind sie alle ideal.

Sommer am Elbstrand: Gute Laune ist da inklusive.

Die erste Strandbar gab es übrigens nicht auf Mauritius oder Hawaii, sondern in Deutschland. Genauer gesagt in St. Peter Ording. Denn dort errichtete 1911 ein Bäckermeister den ersten Pfahlbau, der den poetischen Namen „Giftbude“ trug und ein Mittelding zwischen Imbiss und Bar darstellte.
Wer einen Hamburger nach der berühmtesten Strandbar der Stadt fragt, darf wahrscheinlich mit einer Antwort rechnen, die wie aus der Pistole geschossen erfolgt: „Strandperle“.

Ein echter Klassiker der Beach-Bars: „Strand Pauli“ an der Elbe. © Lydia Stach

Der Kultstatus dieser Strandbar an der Elbe ist auch deshalb bemerkenswert, weil man hier nicht etwa glamourös auf der Liege chillt und den aktuellen Cocktail der Saison schlürft. Hier sitzen die Gäste auf Klappstühlen, die eine gehörige Portion Patina mitbringen, und zischen ein Pils. Dennoch ist die Stimmung hier so grandios, dass die angesehene „New York Times“ die Strandperle vor einigen Jahren zu einer der Top-Destinationen in Europa wählte.
Es wäre spannend, zu lesen, was die US-Journalisten wohl zu den anderen Strandbars in der Hansestadt gesagt hätten.

Sommerdrinks, wie hier auf dem Sonnendeck St. Pauli, gehören dazu. © Lisa Notzke

Beispielsweise zu „KaroBeach“, die nicht etwa am Elbstrand, sondern an den Rindermarkthallen liegt. Hier befindet sich quasi Hamburgs größte Sandkiste mit vielen Liegestühlen, in denen man perfekt den Tag ausklingen lassen kann. Essen to go gibt es übrigens auch.
Mittlerweile schon ein echter Klassiker ist StrandPauli an den Landungsbrücken. Der Beachclub hat den hübschen Slogan „Deine Insel mitten in der Stadt“ – und dieses Gefühl vermittelt die Location auch; Traumblick über die Elbe inklusive.

Sonnenuntergang an der Elbe: So geht Sommer in Hamburg. © Caroline Bleicken

An den Landungsbrücken liegt aber nicht nur StrandPauli, sondern auch das Sonnendeck.
Hier können nicht nur Eltern entspannt einen Drink nehmen, sondern auch Kids fühlen sich hier wohl – es gibt nämlich auch eine Spieleecke.
Wen weniger Wert auf Trubel legt, sollte sich dagegen aufmachen in Richtung Wedel, genauer gesagt ins „28 Grad Strandbad Wedel“. Die dazugehörende Beach-Bar ist ideal für alle, die in Ruhe den Feierabend genießen wollen: direkt an der Elbe gelegen, keine Häuser, nur dicke Pötte und viel Natur. Keine Frage: Die BeachBar-Landschaft in Hamburg ist genauso vielfältig wie die Stadt selbst. Ob an der Elbe, im Schwimmbad oder an einem Badesee: Die Stadt hat viele schöne Ecken, um den Sommer zu genießen. Also Badesachen einpacken, Handtuch dazu und das einzigartige Sommerfeeling genießen.

Der Stadtparksee ist für Bade- und Bootfans ideal.

Über mehrere Kilometer zieht sich der feine Sandstrand in Övelgönne an der Elbe entlang. Hier kann man an einigen Stellen grillen, hier kann man picknicken oder einfach nur ganz entspannt den dicken Pötten zusehen, die auf dem Fluss entlang schippern. Sportliche versuchen sich am Bouldern – der Findling Alter Schwede ist ganz in der Nähe. Aber Achtung: Das Klettern hier ist nicht so leicht wie es auf den ersten Blick aussieht. Was übrigens das Baden in der Elbe angeht, scheiden sich die Geister. Die einen sagen, dass die Wasserqualität dafür ausreicht, die anderen „lieber nicht“.

Badesee Boberger Dünen
Der Boberger See ist ein Stück Natur mit Strandbad-Feeling.

Gastro-Tipp: Der Fischclub Blankenese am Strandweg 30a ist immer einen Besuch wert.
Das Beste aus allen Welten gibt es am Strandabschnitt Wittenbergen, nämlich Wald und Sand. Der 1900 in Betrieb genommene Leuchtturm macht das Postkartenidyll dann perfekt. Was viele nicht wissen: Wittenbergen hat den letzten echten Naturstrand Hamburgs. Hier ist es deutlich ruhiger als beispielsweise am Strand von Blankenese und man kann ganz relaxt den Sommer genießen.
Tipp: Wie eigentlich überall an der Elbe sind Parkplätze auch in Wittenbergen Mangelware. Deshalb ist es sinnvoll, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Besonders stimmungsvoll: Die Fahrt mit dem HVV-Fährschiff von den Landungsbrücken bis nach Övelgönne bietet maritimes Flair pur. Von hier aus sind die Strände dann prima zu Fuß erreichbar.

Das Kaifubad hat eine lange Tradition in Hamburg. © Bernadette Grimmenstein, Bäderland

Egal, ob man morgens seine Bahnen zieht oder den Feierabend mit einem relaxten Bad beschließen möchte – die 17 Schwimmbäder in der Stadt bieten genau das richtige Ambiente für alle Formen von Schwimm-Spaß.
Für sportliche Schwimmer stehen in Billstedt sechs Bahnen im 25-Meter-Sportbecken zur Verfügung. Für alle, die es lieber entspannt mögen – oder nicht schwimmen können – steht ein Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertemperatur von 32 Grad zur Verfügung. Regelmäßige Kurse, beispielsweise im Babyschwimmen, runden das Angebot im Billstedter Bad ab. Schwimmbad Billstedt, Archenholzer Straße 50.Am östlichen Ufer des Kaiser-Friedrich-Ufers (kurz KaiFu) befindet sich das Kaifu-Bad. Hier können Hamburger seit mehr als 100 Jahren schwimmen gehen – die Badeanstalt hat mittlerweile Kultstatus.

„Karo Beach“ an der Rindermarkt-halle: Treffpunkt mitten in der Stadt. © Caroline Bleicken

Das Freibad bietet ein Sportschwimmbecken mit 50 Meter Länge und 1,80 Meter Tiefe. Darüber hinaus kann man sich hier wahlweise aus drei, fünf oder zehn Metern ins Wasser fallen lassen oder die angenehmen Temperaturen im 25-Grad-Becken genießen. Ein Planschbecken ist ideal für kleine Badegäste, die sich zudem auf dem Wasserspielplatz vergnügen können. Nach dem Baden lädt die große Liegewiese zum Sonnenbaden ein. Alternativ kann man aber auch mit Freunden oder der Familie eine Runde Boule spielen gehen. Kaifu-Bad.

Der Strandabschnitt Wittenbergen: ideal für Ruhesuchende.

Der Boberger See liegt im Naturschutzgebiet Boberger Niederung im Südosten Hamburgs. Ein 16 Meter langer Sandstrand und eine Liegewiese stehen Bade- und Sonnenfans hier zur Verfügung. Achtung: Hier gibt es keinen Nichtschwimmerbereich.
Ein Strand im Park: Das ist der Stadtparksee mit seinem feinen Sandufer. Hier gibt es ein Mehrzweckschwimmbecken, eine Sonnenplattform auf dem Wasser und eine Plattformrutsche. So macht Baden gehen richtig Spaß!
Die Costa Kiesa ist der Strand am Wilstedter Baggersee, Gemeinde Tangstedt. Hier kann man mit Kind und Kegel relaxen und den Sommer genießen. Verpflegung muss allerdings mitgebracht werden. Praktisch: Es gibt eine eigene Bushaltestelle.

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