Hamburger Denkmaltag 2026: Wahrzeichen der Stadtgeschichte

Vom 11. bis 13. September ist es wieder so weit: In Hamburg wird der Denkmaltag gefeiert. Wusstet Ihr, dass die Stadt mehr als 12.000 Denkmäler hat? Wir stellen Euch einige der schönsten hier vor.

Mahnmal St. Nikolai

Kaiser Wilhelm I

Der deutsche Kaiser ist in Hamburg gleich mehrfach vertreten. Eines der Denkmäler ist das Reiterstandbild in Planten un Blomen. Es zeigt nicht nur den Regenten hoch zu Ross; das Denkmal ist überdies umgeben von einer Gruppe aus vier Figuren. Diese stellen den Weltverkehr und die neuen Kommunikationsmöglichkeiten, die einheitlichen Reichsgesetze, das Invaliditäts- und Altersversorgungsgesetz und das einheitliche Maß- und Münzwesen dar.

Zitronenjette

Ein echtes Hamburger Original: Johanne Henriette Marie Müller, besser bekannt als Zitronenjette. Sie verkaufte um 1900 herum Südfrüchte in der Innenstadt, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Schwester zu verdienen. Das Denkmal an der Ludwig-Ehrhard-Straße erinnert an sie.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Madonna der Seefahrt

Auf Initiative der Hamburger Kapitäne und der Cap Horniers, also der Seeleute, die das legendäre Cap Hoorn noch umsegelt haben, entstand in Hamburg die Idee eines Denkmals für all die Menschen, die das Meer behalten hatte. Heute steht dieses Denkmal am Hamburger Fischmarkt. Es zeigt eine kauernde Madonna, die von einer riesigen Welle umspült wird. Sie symbolisiert die Trauer aller Angehörigen von Seeleuten, die den Tod auf den Ozeanen dieser Welt gefunden haben. Jedes Jahr am Totensonntag findet am Denkmal eine Gedenkfeier zu Ehren der Verstorbenen statt.

Madonna der Seefahrt

Schiller-Denkmal

Im Jahre 1859 feierte Deutschland den 100. Geburtstag des großen Dichterfürsten Friedrich Schiller. In Hamburg beschloss man im Rahmen dieser Feierlichkeiten, ein eigenes Schillerdenkmal errichten zu lassen, das 1866 enthüllt wurde. Zwar war der Schriftsteller nie in der Hansestadt gewesen, aber sein Stück Don Karlos wurde hier uraufgeführt. Seit 1958 steht das Denkmal im Gustav-Mahler-Park am Dammtordamm.

Klaus Störtebeker

Verbrecher oder Held? An Klaus Störtebeker scheiden sich die Geister. Fest steht allerdings, dass der berühmte Freibeuter jahrelang die reichen Kaufleute der Hanse ausraubte und seine Beute zu gleichen Teilen mit seiner Mannschaft teilte. In der HafenCity erinnert ein Denkmal an den berühmten Piraten. Es zeigt den gefesselten Störtebeker kurz vor seiner Hinrichtung auf dem Grasbrook.

Stuhlmannbrunnen

Stuhlmannbrunnen

Wasseranlage und Denkmal in einem, dazu ein gestaltetes Stück Geschichte: das ist der Stuhlmannbrunnen auf dem Platz der Republik. Er zeigt den Jahrhunderte dauernden Kampf zwischen Hamburg und dem – damals unabhängigen – Altona um den Fisch, genauer gesagt um die Vormachtstellung im Fischhandel. Dargestellt werden die Städte durch zwei Zentauren, wovon der größere für Altona steht.

Schiller-Denkmal

Mahnmal St. Nikolai

Während der Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche St. Nikolai in Schutt und Asche gebombt. Heute ist die Ruine zentraler Erinnerungsort für alle Opfer von Krieg und Gewalt im Dritten Reich. In der Ruine befindet sich ein Museum, das an die Ursachen und Folgen des Luftkriegs erinnert. Im Außenbereich sind Werke namhafter Künstler zu sehen. Dazu gehört auch der „Erdenengel“ von Edith Breckwoldt, der an Selbstbesinnung als Grundlage für Frieden erinnert. Am Mahnmal sind noch weitere Denkmäler zu bewundern.

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