Editorial – Hamburg macht grün

Dass Hamburg wettertechnisch des Öfteren eher „Grau macht“, heißt noch lange nicht, dass die Hansestadt nicht auch immer mehr unter dem „Grünen Stern“ steht. Das beweisen aussichtsreiche Projekte wie die Hamburger Klimawoche, die in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet und vom 25. September bis zum 2. Oktober einlädt. Sie möchte mit einem attraktiven und vielseitigen Angebot zum Mitmachen, Lauschen und Diskutieren viele Menschen erreichen und sie von dem persönlichen und globalen Nutzen der Nachhaltigkeitsziele überzeugen. Die Theorie und Aufklärung auf der einen Seite ist immer wichtiger, um ein Grundverständnis zu vermitteln und für das „Grüne Thema“ zu sensibilisieren.

Die erfolgreiche Umsetzung auf der anderen Seite ist natürlich das Ziel. Und so entstehen Projekte wie der „Energieberg“ in Wilhelmsburg. Nachts beleuchtet ein geheimnisvoller, weißer Ring den Energieberg, schon fast majestätisch ist er von weitem sichtbar. Eine Landmarke für Hamburg und ein neues Wahrzeichen für Wilhelmsburg.
Jahrzehntelang wurden in Georgswerder Abfälle, Hausmüll und giftige Industrieabfälle deponiert. Doch auch nach Einstellen des Deponiebetriebs 1979 traten giftige Gase aus dem 40 Meter hohen „Müllhaufen“, und so wurde bis Mitte der 90er Jahre die gesamte Oberfläche mit Kunststoffbahnen und Bodenschichten abgedeckt.
Heute ist die Oberfläche des – man könnte meinen – natürlichen Hügels herrlich ergrünt. Aber nicht nur die reine Grünfläche ist eine Besonderheit, er ist inzwischen ebenfalls Standort für regenerative Energien. In den 90er Jahren entstanden hier die ersten Windkraftanlagen, und heute ragt ein hochmodernes 3,4-Megawatt-Hochleistungswindrad auf dem 40 Meter hohen Hügel empor.
Im Rahmen der IBA Hamburg im Jahr 2013 wurde der Wunsch der Bevölkerung erfüllt, den Energieberg auch für Besucher zugänglich zu machen.

Seither ist der ungewöhnliche Ort ein spannendes Ausflugsziel mit einem grandiosen Blick über Hamburg!