Editorial – Hafenkultur

 Hamburg ist eine Stadt, in der sich (fast) alles ums Wasser und den Hafen dreht. Das ist nicht nur uns Hamburgern bewusst, das scheint jetzt auch bei unseren Nachbarn in Berlin angekommen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im vergangenen Monat einen dreistelligen Millionenbetrag für zwei seit Längerem geplante Großprojekte bewilligte: Die Hansestadt bekommt ein Deutsches Hafenmuseum – und ein historisches Segelschiff zurück. Durch die Überführung und Sanierung der Viermast-Stahlbark „Peking“, die als Museumsschiff in New York liegt, wird ein langgehegter Wunsch Wirklichkeit. Außerdem beteiligt sich der Bund auch an der Generalüberholung der 1928 als „Hafenpolizei VI“ in Betrieb gegangenen Barkasse „Otto Lauffer“, die nach der Restaurierung im Museumshafen Oevelgönne ihr neues Zuhause finden wird.
Schön für die Stadt, uns und unsere Gäste. Da ist es kein Wunder, dass es zum Jahreswechsel sehr viele genau dorthin zieht. Denn nirgendwo sonst gibt es diese Traumkulisse, vor der man um Mitternacht die Raketen und Feuerwerke, die Signalhörner und Tuten der vielen unterschiedlichen Schiffe erleben kann.
So das neue Jahr zu begrüßen, ist einfach großartig!
Thomas Gramlow, Herausgeber