Unsere Radtour von Lühe nach Finkenwerder

Los geht die Tour am Hamburger Fischmarkt

In dieser Saison machen die Elblinien auch Halt am Fähranleger Lühe. So lässt sich das Feeling einer Mini-Kreuzfahrt perfekt mit einer kleinen, aber feinen Radtour kombinieren.

Los geht es mit dem emissionsarmen Katamaran Liinsand vom Anleger Fischmarkt. Das Fahrrad ist selbstredend dabei, denn insgesamt 15 Räder finden auf dem Schiff Platz. Auf der Elbe geht es dann über Wedel bis zum Fähranleger Lühe.

Dort gilt der erste Blick der gegenüber liegenden Insel Lühesand, auf der es einen Campingplatz und ein Gasthaus gibt. Ebenfalls sichtbar sind hier die Stahltürme, die E-Kabel vom Elbe-Nordufer via Lühesand zum niedersächsischen Südufer tragen. Sie sind satte 190 Meter hoch und werden scherzhaft als „Eiffeltürme der Unterelbe“ bezeichnet.

Die berühmten Strommasten bei Lühe, auch als Eiffeltürme bezeichnet

Wir machen uns jetzt mit dem Rad auf in Richtung Hogendieckbrücke. Links von uns liegt Grünendeich. Schiffs-Fans sollten hier einen kleinen Schlenker machen und wenigstens einen kurzen Blick auf den Yachthafen werfen. Alle anderen bleiben auf der Strecke, bis sie die ungewöhnliche Brücke erreichen.

Die Hogendiekbrücke im Stil einer holländischen Zugbrücke

Diese wurde in den 1970er Jahren gebaut und 2014 renoviert. Das ist an sich noch nichts besonderes, wohl aber ihr Baustil: Die Hogendieckbrücke ist im Stil alter holländischer Zugbrücken errichtet worden und wohl auch deshalb ein beliebtes Fotomotiv.

Zugbrücken sind in dieser Region keine Seltenheit. Das sieht man auch einige Kilometer weiter in Steinkirchen. Die sogenannte breite Brücke gibt es bereits seit dem 14. Jahrhundert. Auch sie wurde mehrfach erneuert. Seit 1880 ist sie ebenfalls eine Zugbrücke, damit die Obstbauern der Region mit ihren Lastkähnen darunter hindurch fahren konnten.

Ein typisches Fachwerkhaus im Alten Land mit seinen kostbaren Holzarbeiten

Dann geht es weiter in Richtung Guderhandviertel. Auch diese Gemeinde präsentiert sich im typischen Stil des Alten Lands: mit Fachwerkbauten und aufwendig mit Schnitzereien verzierten Toren. Hier findet man ebenfalls so manches Fotomotiv.

Rast in der Nordik-Edelbrennerei

Mit großen Schritten, oder genauer gesagt mit großen Pedaltritten, nähern wir uns jetzt unserem ersten Ziel für eine Rast: Horneburg. Hier steuern wir den Bahnhof an und stoßen kurz darauf auf die Nordik Edelbrennerei.

Der ideale Ort für eine Pause zwischendurch; das Café der Nordik Edelbrennerei in Horneburg

Inhaber Arndt Weßel und Tochter Lea (immerhin Norddeutschlands jüngste Destillateurin) brannten ihre leckeren Spezialitäten bis vor einigen Monaten noch in Jork. Doch der Platz reichte nicht aus, deshalb zog die Firma um. Gut für uns, denn in der Edelbrennerei gibt es auch ein Café, das sich für eine Pause anbietet.

Die nächste Etappe unserer Radtour liegt von Horneburg aus rund eine halbe Stunde entfernt: Buxtehude. In der Stadt fand bekanntlich das legendäre Rennen Hase gegen Igel statt. Daran erinnert ein Brunnen in der malerischen Altstadt. Die sollte man zu Fuß erkunden, denn die schönsten Fachwerkhäuser finden sich in den kleinen Gassen der Altstadt. Einige davon stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Der Hase- und Igel-Brunnen in Buxtehude

Von Buxtehude aus machen wir uns dann gemütlich auf die letzte Etappe unserer kleinen Radtour und erreichen über den Neßdeich schließlich Finkenwerder. Dort nimmt uns eine Fähre mit über die Elbe nach Hamburg.